Besuch beim Biosauenhalter Schulte-Remmert in Dedinghausen

Eine umfangreiche Betriebsbesichtigung durfte ich vor 3 Wochen auf dem Biolandhof von Schulte-Remmert machen.

Herr Schulte-Remmert hat vor 3 Jahren seinen Hof auf Bio umgestellt. Vorher hielt er 4 – 500 Muttersauen zur Ferkelerzeugung. Jetzt hat er noch 150 Muttersauen (Nitrateintrag/Jauche) als Biohof.

Wie funktioniert ein Schweinestall mit Auslauf?

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Die Schweine haben zusätzlich zu ihrem Stall noch einen Auslauf. Dieser ist mit Stroh eingestreut.
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Der Auslauf muß 2-3x pro Woche entmistet werden. Dazu werden die Schweine in der Stall gesperrt und die Trennwände rausgezogen.

 

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Dadurch kann der gesamte Auslauf vom Stall, per Schaufellader rationell entmistet werden. Der Auslauf ist teilweise überdacht, um die Schweine vor Sonnenbrand zu schützen.

Herr Schulte-Remmert hat sich für Schweizer Abferkelboxen entschieden. In Deutschland gibt es nur Abferkelboxen, in welcher die Muttersau fixiert (eingesperrt) ist. Er wollte jedoch, daß sich seine Sauen frei bewegen können (artgerecht), trotz des Risikos höherer Erdrückverluste von Ferkeln.

Man sieht, der Tierschutz ist in der Schweiz schon einen großen Schritt weiter.

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Blick in den Ferkelstall (ist gerade nicht belegt)
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Stillende Muttersau. Die Sau kann sich frei bewegen und zum koten in den Auslauf. Nach ca 1 Woche kommt das Klemmbrett weg und die jungen Ferkel können auch nach draußen.

 

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Auslauf der stillenden Sauen
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Dat Schwein wollte sich nicht fotografieren lassen und steckte den Kopf ins Stroh

Titelbild: Schwein Betty

Ja, bei Schulte-Remmert haben die Tiere noch Namen.

 

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch bei der Familie Schulte-Remmert für ihre Offenheit und Transparenz.