Bio – schont unsere Böden

Sehr geehrte LeserInnen,

die Überdüngung unserer Böden nimmt stetig zu. Trotz neuer Düngeverordnung (die konventionellen Landwirte protestieren logischerweise dagegen) ist dieser Prozess schwer aufzuhalten, beziehungsweise umzukehren.

Um dies zu verdeutlichen, ein paar einfache Zahlen.

Ein Schweinemastbetrieb mit einer Betriebsgröße von 100 Hektar darf bei Biohaltung 1000 Schweine halten ( 10 Schweine pro Hektar).  Von diesen 1000 Schweinen wird die Gülle und Festmist (da Stroh verbindlich vorgeschrieben ist) auf die Äcker gefahren und somit die Erde massvoll gedüngt.

Bei gleicher Betriebsgröße (100 ha) darf ein konventioneller Betrieb

3000 Schweine halten. Also wird die dreifache Menge an Gülle (hat kein Stroh im Stall) unseren Böden zugeführt.

Stellt man den Futterbedarf noch gegenüber, so benötigt man für 1000 Schweine  fast 100 Hektar an Fläche um genügend Futter für die Schweine zu haben.

Selbst bei einem 50% höheren Ertrag pro Hektar in der konventionellen Landwirtschaft (geschätzt) reicht dies dann für 1500 konventionelle Schweine.

Der Rest muß importiert werden. Dies erfolgt in der Regel aus Brasilien (GenSoja). Dort werden dafür die Regenwälder abgeholzt und die Böden dort sind schnell ausgelaugt, weil ihnen Stickstoff fehlt.

Dieser ist bei uns im Überfluss vorhanden, weil über die Ausscheidungen der Schweine und  die Intensivgüllung dieser in unsere Böden kommt.

Selbstverständlich erhält ein BioLandwirt über das doppelte  bis dreifache an  Geld für ein Bioschwein, sonst könnte er mit solch einem umweltschonenden Handeln nicht überleben.