Biofleisch und Fleisch von Neuland

Sehr geehrte Leser und Kunden,

eigentlich wollte ich diese Seite entfernen, da sich die Inhalte dieser Seite in den nachfolgenden Seiten teilweise wiederholen.

Jedoch hat mich die Initiative Tierwohl veranlasst, diese komprimierten Fakten hier zu behalten, weil sich bei der Initiative Tierwohl am Tierwohl kaum etwas ändert und Kriterien dabei sind (Klima, Trinkwasser, Fenster) , welche der mündige Verbaucher als normal ansieht.

 

Willkommen an der Mauer des Schweigens

stalltafel

Eine kleine Faktensammlung am Beispiel der Schweinehaltung.

98 % der Schweine werden konventionell gehalten. Konventionelle Schweinehaltung heißt:

Die Schweine stehen auf Spaltenböden, haben kein Stroh im Stall.konv.Schweinemast Für 20 Schweine ist eine Kette mit Kauholz (als Spielzeug) vorgeschrieben. Aufgrund der Langeweile und Enge (0,75 m² pro Tier) im Stall nagen die Tiere die Schwänze ihrer Artgenossen an. Um dies zu vermeiden, werden in Deutschland die Schwänze der Schweine kupiert. Im Tierschutzgesetz steht, daß alles veranlasst werden muss (Stroh, Animation, Spielzeug) um ein Schwanzbeissen zu verhindern, sollte dies nicht helfen, darf im Ausnahmefall (!) der Schwanz des Schweines kupiert werden. Ganz Deutschland ist, dank Ilse Aigner, ein Ausnahmefall. Diese lasche Praxis hat mittlererweile zur Folge, dass holländische Agrarinvestoren in den neuen Bundesländern Tierfabriken bauen, weil in Holland die Haltungsbedingungen strenger sind als bei uns.

Die tägliche Gewichtszunahme beträgt bis zu 800 Gramm. Um diesen ganzen Stress der Schweinemast  (schnelles Wachstum, reizarme Umgebung, Enge) zu überstehen, sind Antibiotikabeigaben an der Tagesordnung.

Ein Schwein wird 180 Tage alt, dann hat es das Schlachtgewicht von 120 kg erreicht. Es sieht wahrscheinlich in seinem Leben nur einmal Tageslicht, nämlich auf seiner letzten Reise im Viehtransporter.

Die Ferkel werden ohne Betäubung kastriert und die Schwänze kupiert. Nach 21 Tagen werden die Ferkel von der Mutter getrennt.

Als Futter bekommen die Schweine Getreidemischungen mit ca. 20 % Kraftfutter, welches aus genveränderten Soja aus Südamerika besteht.

Literaturtipp: Einen sehr guten Einblick in die Massentierhaltung und das Handeln der Fleischindustrie gibt der Krimi „Am zwölften Tag“ von Wolfgang Schorlau.

Aktion Tierwohl der Lebensmittelindustrie

Unter großem medialem Einsatz startet zum 1.7.2015 die Initiative Tierwohl. Es hört sich gut an, doch was steckt dahinter?

Die Pflichtkriterien in der Schweinehaltung sind:

http://www.agrarheute.com/tierwohl-initiative-das-sind-die-kriterien-fuer-die-teilnahme

  • Dokumentation der Antibiotikagaben
  • Schlachtbefunddatenmeldung an den Landwirt
  • Stallklimacheck
  • Trinkwassercheck
  • Tageslicht (!) , 1,5 % Fenster der Stallgrundfläche  (bei Neuland 10% der Wandfläche!)
Wahlpflichtkriterium:

Entweder Rauhfutterzugang (Stroh, Pellets) oder 0,85 m² Platz pro Schwein !

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„Tierwohl“-Rauhfutterautomat

Neuland und Bioschweine haben immer Rauhfutter und bei Neuland 1,5 m² und bei Bioland 2,3 m² Platz pro Tier.

Es gibt noch freiwillige Kriterien, welche bei Bio und Neuland schon lange Standart sind.

Da diese Tierwohlkriterien etwas lasch ausfallen, haben sich doppelt soviele Landwirte für das „Tierwohl“ entschieden, als Plätze da sind.

Ich erspare mir hier weitere Kommentare dazu, weil ich mehr denn je überzeugt bin, Neuland und Bio ist praktiziertes Tierwohl, kein PR-Tierwohl!

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Der Unterschied zwischen Neuland und Biofleisch.

Neulandbauern dürfen ihre Acker/Bodenflächen konventionell bewirtschaften, das heißt auch mit Kunstdünger düngen und zur Schädelingsabwehr Spritzmittel einsetzen. Sie dürfen an ihre Tiere nur heimische Futtermittel (keine Importfuttermittel wie GenSoja) verfüttern. Bei Neuland steht das Tier im Mittelpunkt.

Zu Biofleisch

Die Biolandwirte müssen ihre Acker/Bodenflächen biologisch bewirtschaften (kein Kunstdünger, Spritzmittel). Kein Importfuttermittel.

Das Tier und die Fütterung sind „gleichgestellt“.