Fairtrade und Direct-Trade

Mittlererweile gibt es bereits bei den Discountern echte und falsche (Eigenmarken mit FairTrade), FairTradeProdukte. Auch diese Firmen wollen sich, mit Fairtrade, einen sozialen Anstrich verpassen.

Schaut man kritisch hinter das Fairtrade-Label, stellt man fest, daß bei FairTrade der Erzeuger (Landwirt) mitunter weniger bekommt als ohne Fairtrade. Wie das?

Die Fairtrade-Lizensgebühren betragen ca. 2,5 % des Warenwertes (Bei Bananen 3 ct je Kilo). Diese Abgabe wird an die FairTrade Gesellschaft entrichtet. In der Regel tragen diese Abgabe Erzeuger und Händler zu gleichen Teilen. Viele Biounternehmen verzichten aufgrund dieser Lizensgebühr auf FairTrade und geben lieber die 2,5 % dem Erzeuger zusätzlich, zu dem Einkaufspreis. So kommt mehr vor Ort an.

Deshalb gehen verantwortungsbewusste Biounternehmen dazu über, direkt beim Erzeuger einzukaufen (nicht über Warenbörsen) und ihm einen deutlich höheren Preis als marktüblich zu bezahlen. (Direct-Trade).

Unser Bananenimporteur (Biotropic) handelt auch nach diesem Grundsatz und investiert vor Ort (Domnikanische Republik) bei den Bananenbauern.

siehe: http://www.biotropic.com/?mm=29.

Dadurch bekommen die Bananenbauern faire Preise und haben ein sicheres Einkommen, durch eine verbesserte Infrastruktur können Ernteausfälle minimiert werden.

Die Biotropic pflegt auch Partnerbeziehungen zu Kleinbauern in Mali, Elfenbeinküste und Burkina Faso. Gerade aus diesen Ländern versuchen viele Menschen nach Europa zu gelangen.

Haben die Menschen vor Ort eine Perspektive, so sind sie nicht gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Durch den Kauf von Bioprodukten aus diesen Ländern tragen auch unsere Kunden dazu  bei, Flüchtlingsdramen zu vermindern/verhindern.

Lebensbaum, Bauckhof, Gepa, uvm.  sind Biopioniere, die seit Jahrzehnten nach dieser Maxime handeln. Diese Unternehmen brauchen kein FairTradeLogo, sie sind FairTrade durch Direktbezug (Direct-Trade).

Auch wir sind dazu übergegangen, lieber ein Produkt von einem BioPionier (ohne FairtradeLogo) in das Ragal zu stellen, als eins mit, weil durch Direct-Trade mehr beim Erzeuger ankommt.